Sportverein Schopfheim 1912 e.V.

SVS freut sich auf "schönes Vereinsheim"

Pläne fürs neue Gebäude in der Stadthalle präsentiert / Verein baut auf Gönner und Sponsoren.

 

Stolz präsentierten die SV-Vorstandsmitglieder (von links) Lutz Tyburzy, Tesfaldet Reda, Dietmar Matt und Jürgen Lauber den frisch unterzeichneten Vertrag mit der Stadt Schopfheim. Foto: Paul Berger

 

SCHOPFHEIM (pbe). Nachdem der Gemeinderat kürzlich grünes Licht für den Sportheim-Neubau im Oberfeld gegeben hat, will der SV Schopfheim (SVS) dieses Projekt nun zügig angehen. Am Freitagabend hatten interessierte Bürger und SVS-Mitglieder die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die von Architekt Jürgen Walter ausgearbeiteten Pläne zu informieren. Immerhin zählt der SVS, wie Vorstandsmitglied Lutz Tyburzy eingangs erwähnt, derzeit 1100 Mitglieder, darunter 450 Kinder und Jugendliche. Für den seit 1912 bestehenden Verein ein gewichtiger Grund, die eigenen Aktivitäten weiter auszubauen und zukunftssicher zu machen. Dazu zählt zweifelsohne das geplante neue Sportheim.

 

Das derzeitige Gebäude, erbaut im Jahr 1951, wie sich einer der Teilnehmer erinnerte, ist längst nicht mehr zeitgemäß. Dennoch wird das alte Gebäude vorerst bleiben. Architekt Jürgen Walter sprach von "gefühlten 50 Sitzungen" bis die Pläne für das neue Sportheim in trockenen Tüchern waren. Was dabei herauskam sei "ein schönes Vereinsheim mit funktionellen Räumlichkeiten", so Walter. Eindeutige Vorteile sind die gute Erreichbarkeit des Oberfelds. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto oder mit der Bahn – die Lage ist ideal für den Sportverein und seinen vielfältigen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

 

Neubau des Vereinsheims: Natürlich wird das neue Vereinsheim, das zwischen Tennisheim und Sportplatz gebaut wird, aktuellsten energetischen Standards entsprechen. Gleichzeitig, so Jürgen Walter, wird das Gebäude barrierefrei zugänglich sein, was über eine kleine Rampe ermöglicht wird. Was die Besucher bei dieser Vorstellung besonders interessierte, war die Darstellung des Gebäudeinneren. Während sich im Untergeschoss links und rechts eines langen Flurs überwiegend die Funktionsräume mit zwei Schiedsrichterkabinen, den Umkleidekabinen mit Sanitär- und Duschräumen, die Heizanlage und ein Geräteraum befinden, dominiert im darüber liegenden Stockwerk, das neben einem Treppenhaus auch mit einem Lift erreichbar ist, ein großzügig gestalteter Gymnastikraum. Dieser nimmt nahezu die Hälfte der Geschossfläche ein und ist gleichfalls für vereinsinterne Veranstaltungen und Zusammenkünfte vorgesehen. Vorstellbar sei auch, den Raum für bestimmte Anlässe zu vermieten, sagte Lutz Tyburzy. Daneben sind im Obergeschoss Büroräume, ein Besprechungszimmer sowie ein Stadionsprecher-Raum vorgesehen. Selbstverständlich befinden sich laut Architekt Walter dort neben einer behindertengerechten Toilette auch Fluchtwege.

 

Kostenschätzung: Nach ersten Kostenschätzungen rechnet der SV mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Hierfür wurden von der Stadt Schopfheim 600 000 Euro zugesagt. Weitere 160 000 Euro sollen nach Auskunft von Vorstandsmitglied Jürgen Lauber vom Deutschen Sportbund fließen. Darüber hinaus erwartet man einen Großteil der ebenfalls veranschlagten Mehrwertsteuer in Höhe von 195 000 Euro vom Finanzamt wieder zurück. Zu klären ist, inwieweit sich Eigenleistungen einbringen lassen. Nach wie vor baut der SV weiterhin auf die finanzielle Unterstützung durch Gönner und Sponsoren.

 

Baubeginn: Auf die Frage einer Zuhörerin erklärte Tesfaldet Reda, dass die Arbeiten – sollte alles wie vorgesehen laufen – im Februar 2018 beginnen können. Architekt Jürgen Walter rechnet mit einer Bauzeit von 10 bis 15 Monaten bis zur Fertigstellung. Bezugsfertig wäre das Gebäude dann im April/Mai 2019.