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Montag, den 02. Juli 2012 um 08:14 Uhr

 

SVS freut sich auf "schönes Vereinsheim"

Pläne fürs neue Gebäude in der Stadthalle präsentiert / Verein baut auf Gönner und Sponsoren.

 

Stolz präsentierten die SV-Vorstandsmitglieder (von links) Lutz Tyburzy, Tesfaldet Reda, Dietmar Matt und Jürgen Lauber den frisch unterzeichneten Vertrag mit der Stadt Schopfheim. Foto: Paul Berger


SCHOPFHEIM (pbe). Nachdem der Gemeinderat kürzlich grünes Licht für den Sportheim-Neubau im Oberfeld gegeben hat, will der SV Schopfheim (SVS) dieses Projekt nun zügig angehen. Am Freitagabend hatten interessierte Bürger und SVS-Mitglieder die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die von Architekt Jürgen Walter ausgearbeiteten Pläne zu informieren. Immerhin zählt der SVS, wie Vorstandsmitglied Lutz Tyburzy eingangs erwähnt, derzeit 1100 Mitglieder, darunter 450 Kinder und Jugendliche. Für den seit 1912 bestehenden Verein ein gewichtiger Grund, die eigenen Aktivitäten weiter auszubauen und zukunftssicher zu machen. Dazu zählt zweifelsohne das geplante neue Sportheim.


Das derzeitige Gebäude, erbaut im Jahr 1951, wie sich einer der Teilnehmer erinnerte, ist längst nicht mehr zeitgemäß. Dennoch wird das alte Gebäude vorerst bleiben. Architekt Jürgen Walter sprach von "gefühlten 50 Sitzungen" bis die Pläne für das neue Sportheim in trockenen Tüchern waren. Was dabei herauskam sei "ein schönes Vereinsheim mit funktionellen Räumlichkeiten", so Walter. Eindeutige Vorteile sind die gute Erreichbarkeit des Oberfelds. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto oder mit der Bahn – die Lage ist ideal für den Sportverein und seinen vielfältigen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

 

Neubau des Vereinsheims: Natürlich wird das neue Vereinsheim, das zwischen Tennisheim und Sportplatz gebaut wird, aktuellsten energetischen Standards entsprechen. Gleichzeitig, so Jürgen Walter, wird das Gebäude barrierefrei zugänglich sein, was über eine kleine Rampe ermöglicht wird. Was die Besucher bei dieser Vorstellung besonders interessierte, war die Darstellung des Gebäudeinneren. Während sich im Untergeschoss links und rechts eines langen Flurs überwiegend die Funktionsräume mit zwei Schiedsrichterkabinen, den Umkleidekabinen mit Sanitär- und Duschräumen, die Heizanlage und ein Geräteraum befinden, dominiert im darüber liegenden Stockwerk, das neben einem Treppenhaus auch mit einem Lift erreichbar ist, ein großzügig gestalteter Gymnastikraum. Dieser nimmt nahezu die Hälfte der Geschossfläche ein und ist gleichfalls für vereinsinterne Veranstaltungen und Zusammenkünfte vorgesehen. Vorstellbar sei auch, den Raum für bestimmte Anlässe zu vermieten, sagte Lutz Tyburzy. Daneben sind im Obergeschoss Büroräume, ein Besprechungszimmer sowie ein Stadionsprecher-Raum vorgesehen. Selbstverständlich befinden sich laut Architekt Walter dort neben einer behindertengerechten Toilette auch Fluchtwege.

 

Kostenschätzung: Nach ersten Kostenschätzungen rechnet der SV mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Hierfür wurden von der Stadt Schopfheim 600 000 Euro zugesagt. Weitere 160 000 Euro sollen nach Auskunft von Vorstandsmitglied Jürgen Lauber vom Deutschen Sportbund fließen. Darüber hinaus erwartet man einen Großteil der ebenfalls veranschlagten Mehrwertsteuer in Höhe von 195 000 Euro vom Finanzamt wieder zurück. Zu klären ist, inwieweit sich Eigenleistungen einbringen lassen. Nach wie vor baut der SV weiterhin auf die finanzielle Unterstützung durch Gönner und Sponsoren.


Baubeginn: Auf die Frage einer Zuhörerin erklärte Tesfaldet Reda, dass die Arbeiten – sollte alles wie vorgesehen laufen – im Februar 2018 beginnen können. Architekt Jürgen Walter rechnet mit einer Bauzeit von 10 bis 15 Monaten bis zur Fertigstellung. Bezugsfertig wäre das Gebäude dann im April/Mai 2019.

 

100 JAHRE SV SCHOPFHEIM 1912 e.V.

Sportverein Schopfheim hält beim Jubiläums-Festakt Rückschau und blickt zugleich nach vorne.

SCHOPFHEIM. Gratulationen von allen Seiten gab es für den SV Schopfheim beim Festbankett zum hundertjährigen Jubiläum am Freitagabend in der Stadthalle. Beim Jubelverein selbst indes war statt euphorischer Feierlaune eher Aufbruchstimmung in eine erfolgversprechende Zukunft angesagt.

Die Verantwortlichen des SVS sind sich ihrer gesellschaftlichen Aufgabe als Integrationsfaktor vor allem im Jugendbereich durchaus bewusst. Sowohl Vorsitzender Thomas Gsell in seiner Festrede, als auch der Ehrenvorsitzende Claus Huber in seiner Laudatio maßen diesem Aspekt besondere Bedeutung bei. Ebenso sei man überzeugt, dass dank der konsequenten Jugendarbeit engagierter Trainer das derzeitige Leistungstief der ersten Mannschaft der Gründungsabteilung Fußball schon bald überwunden werden könne.

Diesen neuen Elan vermittelte schon zu Beginn des kurzweiligen Abends der junge Aktivfußballer Florian Strauch als selbstbewusst auftretender Moderator. Und auch die schwungvollen Weisen der Stadtmusik Schopfheim unter Stabführung von Stadtkapellmeister Max Lehmann passten bestens dazu. Nachdem die vielen Jubiläumsgäste schon beim Stehempfang im Foyer der Stadthalle jede Menge an Informationen ausgetauscht hatten, lauschten sie dann gespannt den Reden. Thomas Gsells Dank galt allen Vereinsmitgliedern, die sich bei den Vorbereitungsarbeiten für dieses Jubiläum eingebracht haben. Das erste Highlight sei die von Bertold Müller organisierte Jubiläumsausstellung in der Sparkasse gewesen. Die Schautafeln hätten dem Betrachter einen Streifzug durch hundert Jahre SVS-Geschichte ermöglicht. Auch in der unter der Federführung von Wolfgang Röder erstellten Festschrift werde die große SVS-Familie ausdrucksvoll vorgestellt. Besonders freue er sich, so Gsell dass bereits eine Baumannschaft mit Baggern im Oberfeldstadion angerückt sei, um mit den Arbeiten für die Verlegung des Kunstrasens zu beginnen.

Für die Laudatio auf den Jubiläumsverein überließ er dann dem ehemals langjährigen SVS-Vorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Claus Huber das Rednerpult. Seine Ausführungen sollten Anlass zur Besinnung und Rückschau sein, aber gleichzeitig auch Zuversicht und Kraft für die Zukunft vermitteln, erklärte der Ehrenvorsitzende. Man sei ein Allsportverein, der die verschiedenen Sportarten unter einem Dach vereine. Ausführlich stellte er alle Abteilungen und ihre Geschichte vor und bedankte sich bei den beiden Vereinschronisten Clemens Fabrizio und Hans Schaubhut, auf deren Erfahrungsschatz er dabei zurückgreifen konnte. Die Gemeinsamkeit nach außen zu repräsentieren sei eine wichtige Aufgabe des Sportvereins Schopfheim, sagte Claus Huber, und bekam für seine brillante Laudatio lang anhaltenden Beifall von den zahlreichen Jubiläumsgästen.

Schopfheims Bürgermeister Christof Nitz stellte anschließend die Gemeinsamkeiten der Gemeinde mit dem SVS heraus. So sei die Stadt Eigentümerin des Sportgeländes und der Sportverein der Nutzer. Dies seien allerdings nicht die einzigen Berührungspunkte. Genau wie die Kommune stelle sich auch der SVS den gesellschaftlichen Erfordernissen. Er habe die Zuversicht, dass der Sportverein diesen auch künftig gerecht werde, sagte der Bürgermeister und überreichte dem SVS-Vorsitzenden einen Umschlag mit 500 Euro Barem.

Freunde und Nachbarschaftsvereine beglückwünschten den Jubelverein und überbrachten ihre Geschenke. Wolfgang Lenz vom Förderkreis Fußball meinte humorvoll, dass er den Geschenkbetrag der Stadt noch toppen werde und übergab einen Scheck mit der stolzen Summe von 1000 Euro für einige Quadratmeter des neuen Kunstrasenplatzes. Norbert Schlageter, der Schatzmeister des Südbadischen Fußballverbands, verlieh dem SVS die Urkunde und Ehrenplakette des Verbands sowie den Ehrenschild des Badischen Sportbundes. Für den Südbadischen Handballverband Freiburg-Hochrhein hatte Manfred Bickel drei Handbälle im Geschenknetz. Glückwünsche und Geschenke gab es dann von der TSG Schopfheim, dem TUS Maulburg, dem FV Fahrnau und dem Skiclub Fahrnau. Karlfrieder Sütterlin, der Vorsitzende des FV Lörrach-Brombach brachte mit einem Zitat des italienischen Philosophen Dante Alighieri die Aufbruchstimmung im SVS auf den Punkt: "Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt."


Ehrungen für 25 Jahre treue SVS-Dienste


Eine ganz besondere Ehrung durfte Bürgermeister Christof Nitz am Ende des Festbanketts vornehmen. So zeichnete er Helga Isenmann, die Abteilungsleiterin der Tischtennisabteilung, Jürgen Lauber, SVS-Geschäftsführer und "Motor des Sportvereins", sowie Arno Asal von der Handballabteilung für 25 Jahre ehrenamtliche Arbeit in Vorstandsfunktionen mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg aus.